Allgemein

Standorte

Brennesselhof im Lassaner Winkel

Die Wildnisschule Waldkauz darf 2 wunderschöne Orte als ihre Camps bezeichnen, an denen die Hauptzahl der Seminare stattfinden. Da gibt es als Hauptstützpunkt den Brennesselhof in Wangelkow, auf dem wir seit 2016 sind.

In Kooperation mit dem Verein Wald und Wiese e.V. nutzen wir das Gelände für die Weiterbildung Wildnispädagogik und andere Veranstaltungen. Es ist wunderschön gelegen, umgeben von 2 Seen und Wald. Das kleine Dorf Wangelkow liegt weit ab vom Schuss und die Seen und vielfältigen Wiesen und Wälder sind sehr artenreich. Beim Vogelsprache Seminar in 2017 haben wir in 2 Tagen ca. 70 Vogelarten entdeckt. Der Platz hat eine lange Tradition und es finden dort bereits seit 10 Jahren Visionssuchen für Frauen statt. Die Sommerküche und das Tipi sind unsere Behausungen bei regnerischem Wetter. Ansonsten findet das Lernen auf dem Ginsterhügel und in den Wäldern und Seen statt. Der umliegende Wald besteht aus Laub-, Nadel- und Mischwald und lädt zum Spurenlesen ein. Auf dem Ginsterhügel finden seit vielen Jahren Schwitzhütten statt. Naheliegend gibt es eine Sandgrube, in der wir einen Großteil unserer Zeit mit dem Spurenlesen und der Fährtenkunde verbringen und vor Ort perfekte Bedingungen haben, um die Grundlagen zu erlernen.

Wildniscamp Schlaubetal

Unser zweiter, wilderer Standort liegt fernab von jeglichen Dörfern und Städten auf einer kleinen Waldlichtung, umgeben von 3 Seen im Schlaubetal. Ein kleines Lean-to ist das Herz des Camps. Hier leben wir auf primitive Art und Weise in der Wildnis und können dadurch das Draußenleben lernen. Kiefern- und Mischwälder sind hier vorherrschend und es ist ein wunderbar stiller und zurückgezogener Ort, an dem es möglich ist zu erfahren, was es bedeutet ursprünglich zu leben. Unsere Wildniswochen finden hier statt und auch ein Teil der Weiterbildung Wildnispädagogik.

Wildwuchs

monatliche Wildnistage für Kinder & Jugendliche

„Natur stellt für Kinder einen maßgeschneiderten Entwicklungsraum dar.  Eine Erfahrungswelt, die genau auf die Bedürfnisse von Weltentdeckern zugeschnitten ist. Hier können sie ihre Segel setzen. Hier bläst der Wind, den sie für ihr Gedeihen brauchen. In der Natur können sie wirksam sein. Hier können sie sich auf Augenhöhe selbst organisieren. Hier können sie an ihrem Fundament bauen.  Zeit in der Natur ist Entwicklungszeit.“ 

Dr. Renz-Polster

Der Kontakt zur Natur ist eine ganzheitliche Erfahrung und ermöglicht es Wald, Wiesen, Seen und Felder als spannende Lebensorte der Tiere und Pflanzen zu entdecken. Durch die regelmäßigen Waldzeiten entwickeln Kinder und Jugendliche eine tiefe Naturverbundenheit und Wertschätzung für ihre Umwelt

Einige von euch kennen uns bereits aus dem Kinder-Wildniscamp im Sommer. Wir sind Helena und Janine und da uns die Idee so gut gefallen hat, wollen wir uns gerne mit euch und Kindern aus der Umgebung nahe Greifswald treffen. Wir haben uns überlegt, dass wir uns regelmäßig ein Mal im Monat einen Tag lang die Wildnis im Guester Wald (bei Greifswald) erkunden. Ähnlich wie im Wildniscamp gibt es folgende Möglichkeiten, was wir machen können:

Themenbereiche

  • Wildnisspiele
  • Feuer machen
  • Geschichten austauschen
  • Tiere beobachten und kennen lernen
  • Tierspuren suchen und verfolgen
  • Pflanzen entdecken
  • Hütten bauen
  • Schnüre aus Pflanzenfasern herstellen
  • schnitzen
  • Schüsseln und Löffel herstellen
  • Vogelstimmen lauschen
  • streunen, schleichen und die Gegend erkunden
  • was euch noch so einfäält

Mentorinnen

Helena Schindler

Ich bin 23 Jahre alt und habe während meiner Schulzeit Kinder- und Jugendgruppen bei der evangelischen Jugend MV mitbetreut, die letzten 3 Jahre eine Erzieherinnenausbildung am SKD in Greifswald gemacht, mache gern vielfältig Musik, kenne viele Spiele, habe mit Janine zusammen die Wildnispädagogikausbildung in der Wildnisschule Waldkauz erlebt und Ende August das Wildniscamp für Kinder in Wangelkow mitbegleitet. Seit August arbeite ich ineinem Natur- und Waldkindergarten im Lassaner Winkel. Parallel mache ich gerade noch eine Ausbildung für naturverbundene Ritualarbeit. Als Kind bin ich viel umhergestreunt und habe mit meinen Freunden die Umgebung erkundet, ich liebe es
auf Bäume zu klettern. Deshalb freue ich mich auf Erlebnisse mit euch!

Janine Weigelt

Ich streuner leidenschaftlich gern durch die Natur v.a. Wälder und Moore und begegne dabei immer wieder verschiedensten Tieren. Gerade begleitet mich der Fischotter und der Eisvogel auf meinen Wegen. Außerdem liebe ich es Vögel zu beobachten, ihren Stimmen zu lauschen und zu ergründen, was sie gerade sagen wollen . Vieles was ich über die Natur weiß habe ich während meiner Studiumszeit (Landschaftsökologie und Naturschutz) und durch die Methoden der Wildnispädagogik gelernt. Zusammen mit Helena habe ich die Wildnispädagogikausbildung in der Wildnisschule Waldkauz genossen. In den letzten Jahren habe ich als Integrationshelferin an der Martinschule gearbeitet und in den Sommerferien Kinder auf dem Zirkuscamps in Klein Jasedow Akrobatik beigebracht.
Diesen Sommer war ich Begleiterin für Kinder und Familien in zwei Wildniscamps der Wildnisschule Waldkauz. Ich hab Lust mit Euch die Natur zu erkunden und zusammen spannende neue Dinge zu entdecken.

Preis

Wertschätzung zwischen 20 und Euro. Wenn es dennoch zu viel Geld ist, könnt ihr uns kontaktieren. Wir finden eine Lösung

Termine

3.10. 10:00 – 16:00

Mitzubringen

adäquate Kleidung, genügend zu trinken, ein Messer, ein Sitzkissen, etwas zum Schreiben und Essen für das gemeinsame Mittagsbuffet.

Infos und Anmeldung

Es können sich maximal 10 Kinder anmelden. Es ist eine fortlaufende Gruppe, so dass ihr immer kommen könnt, wenn es euch passt. Bei sehr schlechtem Wetter sagen wir den Termin einen Tag vorher ab.

Anmeldung: wildwuchs@wildnisschule-waldkauz.de

Vogelsprache Training

fortlaufende und offene Gruppe zum Erlernen der Sprache des Waldes.

Ein Teil der Sprache des Waldes ist die Kommunikation der Vögel. Ihre verschiedenen Rufe und Bewegungen oder das Verstummen ihres Gesanges passieren nicht zufällig, sondern dienen einem Zweck. Ihre Kommunikation funktioniert sowohl innerartlich als auch als Alarmsystem für viele Arten von Tieren. Viele Leuten ist bei ihren Waldbesuchen nicht bewusst, dass sie permanent Kommunikation erleben und dass sie in der Lage wären, diese Sprache zu verstehen. Als Jäger und Sammler war es früher natürlich diese Sprache zu beherrschen, d.h. sie zu verstehen und vielleicht auch nutzen zu können. Der Beginn dieser Lernreise beginnt mit der Fähigkeit zuzuhören. Dieses aktive Zuhören braucht eine innere Ruhe und auch eine gewisse Geduld und wird bald zu der Fähigkeit mit einem sehr feinen Gehör und Gespür die Sprache des Waldes zu verstehen.

Mehr Infos zum Thema

Termine:(pünktlicher Start!) Es ist wünschenswert an möglichst vielen Terminen teilzunehmen.

  1. 18.3. (15:30 – 17:30) (abgesagt)
  2. 1.4. (15:30 – 17:30) (abgesagt)
  3. 9.4. (15:30 – 17:30) (abgesagt)
  4. 15.4. (15:30 – 17:30) (abgesagt)

Treffpunkt: Pulower Dorfplatz, 17440 Lassan OT Pulow, Link zum Standort auf Google Maps

Mitzubringen: Adäquate Kleidung (wenn möglich geräuscharm), etwas zu trinken, eine Sitzunterlage und Schreibzeug; optional: ein Fernglas, Vogelstimmen App und Bestimmungsbücher.

Preis: 15 Euro pro Treffen

Anmeldung bitte via Email: info@wildnisschule-waldkauz.de

Leitung: Bastian Barucker

Vortrag: Leben in der Wildnis

Leben im Clan

Die meiste Zeit seiner Existenz lebte der Mensch als Jäger und Sammler, dabei den Rhythmen der Natur folgend und im Vertrauen, dass die eigene Gemeinschaft und die Natur ihn versorgen werden. In der modernen Welt leben wir ein Leben, welches scheinbar von uns kontrolliert werden kann und in dem wir uns von der Natur und ihren Rhythmen getrennt haben. Um herauszufinden, ob das wirklich stimmt, und um die ursprüngliche Lebensweise kennenzulernen, lebte Bastian Barucker für ein Jahr mit einer kleinen Gemeinschaft von Leuten in der Wildnis der USA. Ohne Strom, Telefon, Supermärkte und andere zivilisatorische Errungenschaften erlernten er und die anderen die notwendigen Techniken und menschlichen Fähigkeiten, um als Gruppe nicht nur zu überleben, sondern eine funktionierende Gemeinschaft zu werden. Hören Sie in einem spannenden Bericht, welche – teilweise vergessenen – Fähigkeiten dazu notwendig sind!

Preis: 5€

Datum: 11.Januar; 19:30

Ort: Zschochersche Str. 79B, 04229 Leipzig, (https://www.systema-leipzig.de/)

Anmeldung und Infos:
info@arrow-systema-leipzig.de und +49 177 1656159

Gefühls- und Körperarbeit

Die intensive Reise in die Naturverbundenheit geht einher mit der Spurensuche in die eigene Natürlichkeit. Dabei wird klar, dass frühe, meist unbewusste, Lebenserfahrungen unsere Beziehungsfähigkeit und Verbundenheit geprägt haben. In der Gefühls- und Körperarbeit ist es möglich diese unbewussten Erfahrungen zu integrieren, um Beziehungen erfüllender gestalten zu können.

In der Gefühls- und Körperarbeit wird Raum dafür gegeben, die eigenen Gefühle in ihrer ganzen Tiefe zu erfahren und mit dem Körper und der Stimme, den eigenen Impulsen folgend, in einem geschützten Rahmen, auszudrücken. Du hast die Möglichkeit, den eigenen Körper als Fährtenleser zu verwenden, um so selbst die eigenen Antworten innerlich zu finden und dich mit deinem eigentlichen Wesenskern rückzuverbinden. 

In Liebes- und Familienbeziehungen wiederholen sich oft bestimmte Konflikte und leidschaffende Beziehungsmuster (Willi Maurer nennt sie das Jokaste-Laios- Syndrom, nach den Eltern von Ödipus). Dabei werden bei den Beteiligten die ursprünglichen Verletzungen der frühen Kindheit und damit verbundene, jedoch bis dahin verdrängte, Gefühle in Resonanz versetzt. Manchmal üben vergessene Vorkommnisse in Familien über Generationen hinweg eine zerstörerische Wirkung aus und halten Menschen in Bindungen gefangen, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. In der Gefühls- und Körperarbeit bieten sich Möglichkeiten, um solche Bindungen aufzulösen und die Beziehung zur Familie neu zu gestalten.

Trailing Workshop

Lerne einer Fährte zu folgen mit Nate Harvey

Die Kunst und Fertigkeit Spuren zu interpretieren ist wahrscheinlich so alt wie der jagende Mensch. Ursprünglich war die Motivation dabei frische Spuren zu finden und diesen so lange zu folgen, bis es möglich ist das Tier mit primitiven Waffen zu stellen.

In diesen 2 Tagen lernst du die grundlegenden Techniken, um einer frischen Fährte durch verschiedene Gelände zu folgen. Die Gruppe besteht aus maximal 4 Teilnehmern und ermöglicht so, dass Nate mit jedem Teilnehmer persönlich arbeiten kann. Jede*r Interessierte ist herzlich eingeladen und es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Sobald wir im Wald sind suchen wir eine frische Fährte und folgen den Spuren. Durch die geringe Teilnehmerzahl bekommt jeder genügend Zeit, um der Fährte zu folgen und sich ganz praktische im Trailing zu üben und danach hilfreiches Feedback zu bekommen.

Folgende 4 Bereiche werden wir in dieser Zeit üben:

  • Spurerkennung
  • Spurantizipation
  • Antizipieren von gefährlichen Situationen
  • Wachsamkeit
  • Unsichtbarkeit

Cybertracker evaluiert und trainiert weltweit Fährtenleser und hat internationale Standards mithilfe von Evaluationen entwickelt, um das Niveau von Fährtenlesern im Gelände zu bewerten. Ursprünglich aus Südafrika und von Louis Liebenberg entwickelt, lassen sich immer mehr Menschen evaluieren, um eine ehrliche Feedback Methode für ihre Tracking Fähigkeiten zu bekommen.

!Am 21.-22. März findet bei uns eine Trailing Evaluierung mit Nate statt.!

Termin: 19.-20. März 2020

Ort: 17440 Lassan

Preis: 350€, Unterkunft und Verpflegung sind nicht inbegriffen.

Unterkunft/Verpflegung: Wir stellen eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zum Mittagessen bitte etwas mit in den Wald mitbringen.

Sprache: Nate unterrichtet in Englisch und deshalb sind grundlegende Kenntnisse darin benötigt.

Leitung:

Nate Harvey, Senior Tracker and Evaluator for Trailing and Track & Sign ID; CyberTracker . Nate besuchte uns das erste Mal in 2019. Wir luden ihn zu einer 5tägigen internen Weiterbildung im Trailing ein und waren beeindruckt von der ehrlichen und praktischen Herangehensweise an das Fährtenlesen.

http://www.trackerstrail.com

Track & Sign Evaluierung

Cyber Tracker Spurentraining verschoben auf 2021

Die Evaluierung ist eine zweitätige Veranstaltung, in der Spureninteressierte auf ihr Wissen von zertifizierten Evaluierern (CyberTracker) getestet werden. Die Evaluierung legt Wert auf offenen und ehrlichen Dialog und echtes Lernen. Spuren und Zeichen aller Arten des Geländes sind als Frage zuläßig. Nachdem die Teilnehmer ihre Antworten gegeben haben, entsteht zwischen Evaluierern und Teilnehmern ein Dialog, so dass gemeinsames Lernen stattfinden kann und die Merkmale der Spuren, die zur Identifizierung wichtig sind, gefestigt werden können.

Die Zertifizierung durch CyberTracker konzentriert sich auf praktisches Fährtenlesen und das Erlernen verläßlicher Spurenleserfertigkeiten im Gelände. Sie sind nicht mit irgendeiner Philosophie oder Wildnisschule verbunden. Es bedarf keines Vorwissens.

Der praktische und dialogische Ansatz der Evaluierung ermöglicht es mindestens so viel über das Fährtenlesen zu lernen wie in einem Workshop. Zusätzlich ist es möglich, die eigenen Fertigkeiten ab einer Wertung von 69% anerkannt zu bekommen.

Cybertracker evaluiert und trainiert weltweit Fährtenleser und hat internationale Standards mithilfe von Evaluationen entwickelt, um das Niveau von Fährtenlesern im Gelände zu bewerten. Ursprünglich aus Südafrika und von Louis Liebenberg entwickelt, lassen sich immer mehr Menschen evaluieren, um eine ehrliche Feedback Methode für ihre Tracking Fähigkeiten zu bekommen.

Im März 2020 ist Nate Harvey(Senior Tracker und Evaluierer) auch bei uns und gibt einen Workshop zum Thema Trailing. Dabei geht es darum frischen Fährten zu folgen und schlussendlich das Tier zu sichten. Auch dazu findet eine Evaluierung statt.

Workshop Trailing

Evaluierung Trailing

Termin: verschoben auf 2021

Ort: 17440 Lassan

Preis: 250 Euro inkl. MwSt.

Unterkunft/Verpflegung: Wir verschicken eine Liste mit Unterkunftsmöglichkeiten in der Region. Das Mittag findet als Picknick im Gelände statt und wird von jedem Teilnehmer selbst organisiert. Frühstück und Abendessen sind am besten bei der Unterbringung mit zu buchen.

Leitung: Joscha Grolms; 2003 begann Joscha sein Studium der europäischen Spuren und Zeichen. Dabei achtet er auf Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Wirbellose. Er leitet den Fährtenlehrgang bei der Wildnisschule Wildniswissen und ist er der einzige international anerkannte Spezialist für Spuren und Zeichen in Deutschland. 2018 wurde er erster deutscher Evaluierer für CyberTracker International. Auf der Suche nach Tierspuren bereist Joscha seit 2010 die verschiedensten Länder Europas. Er ist ein begeisterter Spurenleser, der sein Wissen seit 2005 hauptberuflich weitergibt. 

Trailing Evaluation

Die uralte Kunst ein Tier bis zur Sichtung zu verfolgen

Dem Rotwild auf der Spur

Die Kunst und Fertigkeit Spuren zu interpretieren ist wahrscheinlich so alt wie der jagende Mensch. Ursprünglich war die Motivation dabei frische Spuren zu finden und diesen so lange zu folgen, bis es möglich ist das Tier mit primitiven Waffen zu stellen.

In diesen 2 Tagen wirst du unter Supervision auf deine Fähigkeiten des Verfolgen einer frischen Paarhufer Fährte geprüft. Die Gruppe besteht aus maximal 4 Teilnehmern. Jede*r Interessierte ist herzlich eingeladen und es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Sobald wir im Wald sind suchen wir eine frische Fährte und folgen den Spuren. Durch die geringe Teilnehmerzahl bekommt jeder genügend Zeit, um der Fährte zu folgen und von Nate bewertet zu werden.

Spurenkennung, Spurantizipation, das Antizipieren von gefährlichen Situationen, Wachsamkeit und Unsichtbarkeit sind die 5 Hauptkriterien auf denen die Evaluation basiert. Die Vereinigung dieser Kriterien und ihrer jeweiligen Unterpunkte machen die Evaluation zu einer tiefgehenden Lernerfahrung.

Am Ende der Evaluation erhält jeder ein ausführliches Feedback und eine finale Punktzahl, die den derzeitigen Stand deiner Fertigkeiten widerspiegelt.

Cybertracker evaluiert und trainiert weltweit Fährtenleser und hat internationale Standards mithilfe von Evaluationen entwickelt, um das Niveau von Fährtenlesern im Gelände zu bewerten. Ursprünglich aus Südafrika und von Louis Liebenberg entwickelt, lassen sich immer mehr Menschen evaluieren, um eine ehrliche Feedback Methode für ihre Tracking Fähigkeiten zu bekommen.

Vom 19.-20. März findet ein 2-tägiger Trailing Workshop mit Nate statt. Eine super Vorbereitung für die Evaluation.

Termin: 21.-22.März 2020

Ort: 17440 Lassan

Preis: 400 Euro

Unterkunft/Verpflegung: Wir schicken euch eine Liste mit möglichen Unterkünften in der Region zusammen. Mittagessen bringt sich jeder selber mit ins Gelände.

Sprache: Nate unterrichtet in Englisch und deshalb sind grundlegende Kenntnisse darin benötigt.

Nate Harvey, Senior Tracker and Evaluator for Trailing and Track & Sign ID; CyberTracker . Nate besuchte uns das erste Mal in 2019. Wir luden ihn zu einer 5tägigen internen Weiterbildung im Trailing ein und waren beeindruckt von der ehrlichen und praktischen Herangehensweise an das Fährtenlesen.

http://www.trackerstrail.com

Natürliches Gerben

Die Kunst der Lederherstellung

Die Haut der Tiere ist ein Geschenk, das fast völlig aus unserem Alltag oder zumindest Bewusstsein verschwunden ist. Es begleitet uns aber immer noch in Form von Industriellem Leder an unseren Schuhen, Taschen oder teilweise unseren Lenkrädern oder Autositzen. 

In vier Tagen werden wir uns intensiv mit den Häuten unserer tierischen NachbarInnen auseinandersetzen, die verschiedenen Schritte und möglichen Abzweigungen im Prozess des Ledergerbens in der Praxis erfahren. Ziel ist am Ende dieser Reise Wissen, Inspiration, Erfahrungen und natürlich selbst-gegerbtes Leder mit nachhause zu nehmen.

Es ist die älteste, uns bekannte Methode aus Rohhaut flexibles Leder herzustellen und basiert auf der Kombination aus Fett (zB.: in Form von Hirn, Ei, Öl, Tran, Schmalz,..), mechanischer Bewegung  und Rauch. Das Ergebnis ist Leder, das Industriell in keiner Art so nachhaltig, schnell und auch weich hergestellt werden kann, und schon seit zehntausenden Jahren von unseren Vorfahren benutzt wurde. Aufgrund der verwendeten Gerbsubstanzen wird die hier angewandte Methode Fett- oder Hirngerbung genannt. 

freudige Teilnehmer eines Gerbkurses zeigen ihre fertigen Leder
freudige Teilnehmer eines Gerbkurses zeigen ihre fertigen Leder

Faszinierend an dieser Methode ist die Einfachheit, und das zeitlich direkt hintereinander erfahrbare der verschiedenen Schritte ohne benötigter Reife oder Ruhe-Phasen. Dies ermöglicht alle Schritte von der Rohhaut bis zum fertigen Leder oder sogar Kleidungsstück innerhalb weniger Tage zu erleben, und so Verständnis für den Gerbprozess zu erlangen. Außerdem ist es eine unglaublich ressourcenschonende Methode, die ohne einen Tropfen synthetischer Chemie und mit äußerst wenig Wasser pro Haut auskommt. 

Wir werden diese Tage gemeinsam im Camp im Schlaubetal verbringen und so einerseits in die Einfachheit des Lebens unserer Vorfahren wie auch die mögliche Einfachheit dieses Handwerks tiefer eintauchen.

Inhaltliche Schwerpunkte theoretisch wie auch praktisch sind neben dem genannten Gerbprozess auch:

  • historisches Wissen und Mythen rund ums Gerben und Häute
  • Häuten von Tieren 
  • herstellen und anwenden der benötigten Werkzeuge
  • Konservierung bzw. Lagerung von Rohhäuten und Leder
  • Rauhleder, Glattleder, Felle und Pelze, Amphibien, Reptilien und Fischleder
  • vom Mauspelz bis zur Bisondecke
  • Räuchern von Leder
  • Kleidung und Alltagsgegenstände aus Leder und deren Pflege
  • verarbeiten von Leder und Rohhaut…
  • …dazu benötigte Werkzeuge, Materialien und Stichmuster
  • alternative, traditionelle und synthetikfreie Gerbmethoden

Termin: wird noch bekannt gegeben!

Ort: Wildniscamp im Schlaubetal (Friedland OT Groß Muckrow)

Preis: 300€ zzgl. 75 Euro Unterkunft/Bio-Verpflegung

Leitung: Gernot Mühlberger, Wildnispädagoge und Gerbbegeisterter

10 Tage Wildnisintensiv

Wildnisleben im Clan – eine Kooperation mit dem Artgerecht Projekt

In dieser 10-tägigen Wildniserfahrung ermöglichen wir es, tiefer in das Leben im Wald einzutauchen. Nach vermehrten Anfragen der letzten Jahre bieten wir deshalb ein längeres Format an, so dass es möglich ist, die nach 5 Tagen gewonnene Verbundenheit und den Flow weiter zu erleben und Wildnistechniken und soziale Fertigkeiten zu üben und zu vertiefen. Es ist ein einzigartiges Format und deshalb ist für dieses Camp Vorerfahrung notwendig. Nach den ersten 5 Tagen im Camp, die aufgebaut sind, wie ein normales Wildnisintensiv, nehmen wir uns eine weitere Woche Zeit um das gemeinschaftliche Leben zu vertiefen. In der 2. Woche des Camps steht das eigene Lernen durch Erfahrung im Vordergrund. Die Anleiter werden zu Mentoren und sind nicht mehr permanent im Camp, sondern besuchen das Camp täglich, um neue Wildnisfertigkeiten einzuführen oder zu vertiefen. Außerdem stehen sie beratend und begleitend bei den aufkommenden Herausforderungen im Bereich Kommunikation, gemeinsamer Begleitung der Kinder und Konfliktlösung zur Seite. Das alltägliche Leben organisiert die Gruppe selbst und lernt so, worauf es beim Leben in der Wildnis wirklich ankommt.

Termin: 22.-31. Juli 2019 !bereits ausgebucht!

Besonderheiten: In diesem Camp leben wir wirklich abgelegen im Wald. Es gibt dort keinen Strom, kein fließendes Wasser und das Mitführen von elektrischen Geräten ist nicht erlaubt. Stattdessen lernen wir uns wohl und versorgt zu fühlen, mit dem was die Natur und die Gemeinschaft uns schenken.

Vorraussetzung: die Teilnahme an einem Artgerecht Camp und grundlegende Campingerfahrung

Preis: Erwachsene: 800€ inkl. Mwst und U/VP, Kinder über 3 Jahre 200€ inkl. MwSt. und U/VP, Kinder unter 3 Jahre 80€ inkl Mwst und U/VP

Ort: Wildniscamp im Schlaubetal

Mentoren: Bastian Barucker und Dado Jade

Kooperationspartner: Artgerecht Projekt